Hallo.
Ich bin Wencke Rowek.
Künstlerin, Fotografin und Lyrikerin.
Ich lebe hoch im Norden Deutschlands in Flensburg an der dänischen Grenze.
Nachdem ich 2025 die Diagnose Krebs bekam und ich diesen fiesen Gesellen nun hoffentlich los bin, muss sich einiges ändern.
Das Leben ist absurd. Ich zumindest habe lange nach Sinn gesucht und keinen Favoriten gefunden, der so überzeugend ist, dass ich mich ihm verschreiben kann.
Aber was soll ich mit der mir gegebenen Zeit anfangen?

Seit über zehn Jahren bin ich erfolgreich mit meiner Stadt- und Landschaftsfotografie. Husumer Bilder bleibt mein Steckenpferd und auch Flensburg fotografiere ich gerne bei besonderem Licht. Ich habe gerade unheimlich viel Spaß aus diesen Arbeiten interessante Produkte zu entwickeln. Und auch andere Fotoprojekte sollen dazu kommen, wenn ich wieder mehr Kraft habe. Zudem will ich auch meine Social Media- Accounts erneut mit Leben füllen. Aber da fehlt was.
Und was fehlt, habe ich während meiner Krankheit gemerkt: ich brauche die tägliche Dosis Kunst.
Seit meiner Kindheit kann ich mich im Schaffensprozess verlieren. Damals malte ich z.B. Haustiere, die ich nie hatte und verwirrte damit die Erzieher*innen, die dann doch irgendwann mal bei meiner Mutter nachfragten, ob wir wirklich ein Schaf Zuhause hätten. Heute gestalte ich kleine Wesen aus Polymerclay. Ich fühle mich aufgehoben in der Welt der kleinen Dinge und ich genieße es mit der tonähnlichen Masse in einen Dialog zu treten und wie als Kind wieder im Matsch zu spielen. Wenn dann alles getrocknet ist, gebe ich mich ganz der Malerei hin. Bunt wird es automatisch. Selbst wenn ich mich zurückhalte. Früher wollte ich das unbedingt ändern. Aber warum? Bunt ist schön.
Ich merke, ich brauche diesen Austausch mit mir selbst und der Materie, um mich im Tag wohlzufühlen. Seitdem ich wieder Kunst mache, ist vieles besser. Und ich habe das Gefühl, das ist erst der Anfang. In mir entsteht momentan so viel, das raus will…
Und auch die Sprache kehrt zurück. Viele Jahre habe ich keine Gedichte mehr geschrieben. Worte bedeuteten mir wenig. In mir gab es keinen Klang. Auch das hat sich seit dem Krebs verändert. Seit einiger Zeit entwickeln sich wieder Wortgebilde in meinem Kopf und meine Gedanken und Gefühle sind es mir wieder Wert, aufgeschrieben zu werden. Wer weiß? Vielleicht gibt es ja doch noch irgendwann ein Gedichtband von mir.
Ausstellungen
2024/2025
Gruppenausstellung „Husum Ansichtssache“ in der Galerie Tobien
2022/2023
Gruppenausstellung im Husumer Rathaus mit dem Husumer Kunstverein
2020
Einzelausstellung „Husumer Bilder“ in der Stadtbibliothek Husum
2015/2016
Gruppenausstellung „applaudissement“ in der Galerie Arthaus-Neuhausen in München
2015
Einzelausstellung in einem kleinen Weinkomptor
2014
Gruppenausstellung „Westkunst I“ mit namenhaften Künstler*innen (u.a. kuratiert von Dr. Thomas Gädeke und Heinz Teufel)
Preise
2021
Gründer*innenpreis der Wirtschaftsförderung NF und der Eider-Treene-Sorge-Region
Veröffentlichungen
- Herausgeberin des Husumer Bilder-Jahreskalenders von 2016-2025
- Gedichte, Malerei und Fotografie in der Kulturzeitschrift applaudissement (verschiedene Ausgaben) / TTR-Verlag
- Gedicht in der Anthologie „Zeitentanz“ aus der Reihe Sternenblick / Herausgeberin Stephanie Mattner
